Rassestandard

Das Spanische Pferd zeichnet sich durch seine außerordentliche Schönheit und sein harmonisches Erscheinungsbild aus. Es besitzt eine ausgewogene, ebenmäßige und kurvenförmige Gestalt im Quadrattyp von mittel- bis kurzliniger Form.
Die Untergrenze des Stockmaßes bei Hengsten liegt bei mindestens 1,52m und bei Stuten bei 1,50m. Die durchschnittliche Größe ist heutzutage etwa 1,60m. Der Kopf ist von mittlerer Länge, rechteckig und trocken. Das Nasen-Stirn Profil ist gerade oder subkonvex. Die Ohren sind von mittlerer Proportion, gut platziert und sehr beweglich.
Der Hals ist leicht gebogen, von mittlerer Länge und flexibel, mit einer üppigen, langen, oft leicht welligen Mähne. Der Widerrist ist breit und betont, der Rumpf proportioniert, stark und beweglich. Der Rücken ist muskulös, kurz und gerade und die Kruppe lang und breit, abgerundet und leicht abfallend. Durch diese besonderen morphologischen Merkmale wird eine starke Schubkraft der Hinterhand ermöglicht, Voraussetzung für gute Dressurpferdeeigenschaften.
Die häufigste Fellfarbe ist die Schimmelfarbe, es gibt aber auch Braune, Rappen, Füchse, Falben und Isabelle. Schecken sind von der Zucht ausgeschlossen. Die spanischen Pferde haben exzellente Reiteigenschaften mit großer Befähigung zur Hohen Schule und für das Showreiten. Ihr mutiges Wesen, Wendigkeit und hohe Rittigkeit lassen sie zu Gladiatoren in der Stierkampfarena oder zu aufmerksamen Partnern beim Viehhüten und Treiben werden. Aber auch der anspruchvolle Freizeitreiter wird seine Freude an diesen schönen und sehr menschenbezogenen Tieren haben.